FAQ

Häufige Fragen

Das Wichtigste zu BGM, BGF, Pflichten und Förderung – kompakt beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF?

BGM (Betriebliches Gesundheitsmanagement) ist der strategische Rahmen – Strukturen, Analyse, Steuerung. BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung) sind die konkreten, überwiegend freiwilligen Maßnahmen wie Kurse, Budgets oder Gesundheitstage. Kurz: BGM ist das Dach, BGF sind die Maßnahmen darunter.

Ist BGM gesetzlich vorgeschrieben?

BGM als Ganzes nicht – es ist ein freiwilliges Managementkonzept. Pflicht sind aber zwei seiner Bausteine: der Arbeitsschutz inklusive Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG, seit 2013 ausdrücklich auch psychische Belastung) und das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) bei längerer Arbeitsunfähigkeit (§ 167 SGB IX).

Welche steuerlichen Vorteile gibt es?

Zertifizierte Gesundheitsmaßnahmen sind bis 600 € je Beschäftigten und Jahr steuer- und abgabenfrei (§ 3 Nr. 34 EStG). Wichtig: Es handelt sich um einen Freibetrag (nur der übersteigende Teil ist steuerpflichtig), die Maßnahme muss zertifiziert und zusätzlich zum Lohn gewährt sein.

Wie fördern die Krankenkassen BGM?

Gesetzliche Krankenkassen unterstützen betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20b SGB V – von der Analyse über Vorschläge bis zur Umsetzung. Der gesetzliche Ausgabenrichtwert liegt bei 7,52 € je Versicherten und Jahr (ab 2019, jährlich dynamisiert), davon mindestens 3,15 € für BGF. Umfang und Konditionen unterscheiden sich je Kasse.

Was ist die ZPP – und warum ist sie wichtig?

Die Zentrale Prüfstelle Prävention prüft bundesweit einheitlich, ob Präventionskurse den Anforderungen des § 20 SGB V genügen. Das Siegel „Deutscher Standard Prävention“ ist praktisch die Eintrittskarte für Kassenzuschuss und Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 34 EStG.

Lohnt sich BGM auch für kleine Unternehmen?

Gerade dort: Der Ausfall einer einzelnen Person wiegt in kleinen Teams schwerer. Der Einstieg gelingt schlank – beginnen Sie mit der ohnehin verpflichtenden Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, deren Befragung zugleich die Bedarfsanalyse fürs BGM liefert.

Wie messe ich, ob BGM etwas bringt?

Über Kennzahlen wie Krankenstand, Fluktuation, Teilnahmequoten und wiederholte Mitarbeiterbefragungen. Belastbare ROI-Zahlen sind in der Forschung umstritten; der gesundheitliche und wirtschaftliche Nutzen guter Prävention ist aber grundsätzlich belegt. Wichtig ist, vorab messbare Ziele zu definieren.

Wo finde ich konkrete Anbieter?

bgm.jetzt ist die Wissensplattform. Für den strukturierten, unabhängigen Vergleich konkreter Anbieter – Gesundheitsbudget, bKV, Präventionskurse, Plattformen – nutzen Sie unsere Schwester-Seite bgm-vergleich.de.

Vom Wissen zur Umsetzung

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